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Von
allen Europäischen Kolonialisten waren die Holländer die zentralen
Protagonisten was die Marktinteressen im indianischen Handel anbelangte.
Der einzige Grund warum Neu Holland existierte war der Handel mit den
Indianern.
Wenn
also etwas mit den Holländern passierte, egal ob die Ursache in Europa,
in den Kolonien oder im Indianerterritorium zu suchen war, so hatte dies
auch Auswirkungen auf die Stämme. Die Susquehannocks stellten da keine
Ausnahme von dieser Regel dar. Bei der genaueren Untersuchung
Holländischer Interessen und Aktivitäten erhält man Hinweise, die für
das Verständnis der Susquehannock Geschichte notwendig sind.
Beginnen wir mit der Krise, die die Händler von Neu Holland 1642
erlebten. Der Hintergrund dieser Krise begründete sich auf der Tatsache,
dass so lange die Indianer aus dem äußeren Westen für den Französischen
Markt den ganzen Weg zu den Drei Flüssen oder nach Quebec zurücklegen
mussten, die Irokesen hoffen konnten, den Handel abzufangen und damit
ihren Anteil zu bekommen, den sie nach Rensselaerswyck brachten. Aber
die Franzosen gründeten 1642 Montreal und konnten damit die Behinderung
des Handels durch die Irokesen umgehen. Da die Mohawks den westlichen
Stämmen nicht erlaubten direkt mit Rensselaerswyck zu handeln, hatte die
Gründung von Montreal den Effekt den westlichen Pelzhandel von den
Holländern am Hudson abzuschneiden.
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Der Handel des Connecticut Tals war bereits einige Jahre zuvor durch
Handelsposten der Neu Engländer in Windsor und Hartford ruiniert worden.
Durch die Gründung von Montreal strukturierte sich nun zufälligerweise
die „New Sweden Company“ neu, um aggressiver im Handel an der Delaware
Bay zu konkurrieren. Gouverneur Johan Printz übernahm die Schwedische
Kolonie und baute eine Reihe von Blockhäusern mit dem Ziel den
Susquehannock Handel abzufangen; 1644 oder 1645 schickte er einen
Unterhändler in das Susquehannock Territorium um über ein Handelsmonopol
der Schweden zu verhandeln und um damit den westlichen Pelzhandel von
den Holländern am Delaware abzuschneiden.
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Zur gleichen Zeit nahmen viele der Indianer des Hudson Tals und auf Long
Island den Holländern die schlechte Behandlung übel und 1643 erhoben sie
sich in einer heftigen Rebellion. Neu Holland war in jeder Hinsicht in
Schwierigkeiten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Holländer
aus politischen Gründen ihr erstes Friedens- und Freundschaftsabkommen
mit den Mohawks 1643 abschlossen, dass 1645 erneuert wurde.
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Durch diese Abkommen konnten sich die Holländer die Unterstützung der
Mohawks während ihres Indianerkrieges erkaufen, was wiederum die
Kriegsteilnehmer zu einem Friedensabkommen veranlasste. Den Mohawks
verschafften die Verträge das Recht in einem noch nicht da gewesenen
Ausmaß Waffen und Munition zu erwerben. Die Holländischen Waffen waren
der entscheidende Faktor im Sieg der Irokesen über die Huronen 1649 und
1650 und es besteht nur wenig Zweifel daran, dass die Holländische
Logistik die Mohawks ebenfalls in ihrem Angriff auf die Susquehannock
1651 – 1652 unterstützen.
29 Obwohl die Holländer den
Mohawks misstrauten, aus Angst sie könnten außer Kontrolle geraten, so
war der ausschlaggebende Faktor, dass die Mohawks durch die Verfolgung
iherer eigenen Interessen den Holländischen Zielen dienten.
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Die Rolle des Friedenstifters der Mohawks zwischen Holländern und
anderen Indianern steigerte das Prestige der Mohawks.
31
Der Sieg der Mohawks über die Huronen versprach, einige der westlichen
Felle, die für Rensselaerswyck bestimmt waren, abzufangen. Der Krieg der
Mohawks gegen die Susquehannocks war indirekt ein Kampf gegen die
Schwedischen Unterstützer der Susquehannocks.
Während die Mohawks also Holländische Geschäfte erledigten, verstärkten
die Susquehannocks ihre Provokation der Holländer, in dem sie mit einer
weiteren feindlichen Macht sich vereinigten, um ihre Position gegenüber
den mit den Holländern verbündeten Mohawks zu stärken. 1652
unterzeichneten die Susquehannocks ein Friedensabkommen mit English
Maryland.
32
Wie wir wissen war 1652 durch den ersten
Anglo-Holländischen Krieg gekennzeichnet, während dem die Delaware Bay
Schweden die Gelegenheit nutzten und sich das benachbarte Holländische
Land einverleibten. 33 Als der Krieg 1654 endete blieben
die Schweden eine zeitlang im Besitz der gesamten Delaware Bay. Sie
hatten den Zeitpunkt der Übernahme gut gewählt und ihre Susquehannock
Allierten und Handelspartner blieben weiterhin ihre Hauptquelle für
Stärke und Profit.
Es ist nicht schwer sich vorzustellen, dass den Holländer die
Susquehannocks missfielen. Unser Hinweis hierfür ist in einem
Schwedischen Dokument zu finden. Gouverneur Johan Rising berichtete nach
Schweden, dass die Lenape Nachbarn in der Delaware Bay „sehr stolz“ und
unerträglich geworden seien und dass er sie nur beschwichtigen könne,
außer Schweden schicke ihm Truppen. Beschwichtigung fand in Form von
Überlassung von Waren an die Lenape gegen Kredit statt, die diese dann
bei den Susquehannocks gegen deren Pelze eintauschten; durch Verkauf der
Felle in Neu Amsterdam zu einem höheren Preis als die Schweden gezahlt
hätten schlossen die Lenape ihr Maklergeschäft ab. Dass die
Susquehannocks nicht ihren eigenen Handel in Neu Amsterdam betrieben
weist auf einen Ausschluss vom Holländischen Markt hin. In der
Zwischenzeit hatten die unterlegenen Lenape (wenn sie denn immer noch
unterlegen waren) den einzigen Zugang zum besten Markt und der Reichtum
der Susquehannocks, der bereits durch ihren Krieg mit den Mohawks in
Mitleidenschaft gezogen worden war, nahm weiter ab.
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Aber es kam noch schlimmer. 1655 eroberten die Holländer Delaware Bay
und machten damit Neu Schweden für immer ein Ende. Die Susquehannocks
konnten sich nicht länger unabhängig von der Holländischen Freundschaft
selbst unterhalten. 1658 kapitulierten sie, als sie, ähnlich wie die
Mohawks vor ihnen, ihren Einfluss geltend machten, um die neuerliche
Kriege der Esopus Indianer des Flusses Hudson gegen die Holländer zu
beenden. In dem sie mit Stämmen, die sie als ihre Untertanen
betrachteten, verhandelten, gestanden die Susquehannocks ein, dass sie
gezwungen worden waren „sich entweder den Holländern zu unterwerfen oder
sich zu verstecken“. 35 So war es möglich, dass 1651 die
Mohawks und die Suquehannocks sich aufs Schärfste bekämpfen, 1658
parallele politische Ziele verfolgen und 1660 gemeinsam an der gleichen
Konferenz teilnehmen konnten, um die immer noch widerständigen Esopus
Indianer in die Unterwerfung zu zwingen. Die Umkehr der Mohawk –
Susquehannock Beziehung, so mysteriös zusammenhanglos, erscheint vor
diesem Hintergrund als sehr plausibel. Nicht die Mohawks hatten die
Unterwerfung der Susquehannocks erreicht, sondern die Holländer.
Von 1658 bis 1662 war die Zeit der größten Freundschaft zwischen den
Suquehannocks und den Mohawks. Zu diesem Zeitpunkt verstanden die beiden
Nationen ihre diplompatischen Rollen auf ähnliche Weise. 1658 erinnerten
die Mohawks die Holländer in Fort Orange daran, „dass zum Zeitpunkt des
Kriegs gegen die Wilden sie zu den Manhattans gegangen seien und ihr
Bestes getan hätten um den Frieden zu erhalten; daher haben auch wir
(die Holländer) die Pflicht, das gleiche für sie zu tun, solange sie
versprechen sich in Zukunft als Vermittler zwischen uns und anderen
Wilden zu betätigen“. Die Mohawks baten dann um Hilfe gegen andere
Irokesen Nationen, die versuchten, den Handelsring der Mohawks um die
Holländischen Märkte zu durchbrechen. 1662 versicherten die
Susquehannocks den Holländern in der Delaware Bucht, dass sie „ sich zu
allen Zeiten als Vermittler bei Differenzen zwischen Christen und
anderen Wilden hatten einsetzen lassen, wozu sie sich immer noch als
verpflichtet ansehen“. Sie wollten außerdem Waren auf Kredit, um damit
ihre (nicht Mohawk) Feinde unter den Irokesen zu bekämpfen.
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Es scheint, dass die Susquehannocks versuchten den Delaware
Markt zu kontrollieren so wie die Mohawks versuchten den Hudson Markt zu
kontrollieren und beide mussten die weiter entfernten Irokesen Nationen
bekämpfen, die Anstalten machten ihre Monopole zu durchbrechen.
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Ein großer Dank geht
an Cornela Erfurt für die Übersetzung |
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Informationen aus den Originaltexten von: |
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Mohawk
interception: Van Rensselaer's memorial, 25 Nov., 1633, Van
Rensselaer Bowler Manuscripts, ed. and trans., A. J. F. Van Laer
(Albany, 1908), p. 248. Montreal: Founding date, 17 May, 1642,
Jesuit Relations 22: p. 211. Simultaneously Fort Richelieu was
built on the Richelieu River to obstruct Iroquois access to the
St. Lawrence. The alarmed Iroquois attacked the construction
gang at once. Ibid. 22: pp. 277-279. That all this building was
very consciously directed against Dutch interests as well as
Iroquois is revealed by a letter of Charles Lalemant to Jesuit
Provincial Etienne Charlet, Paris, 28 Feb., 1642, ibid. 21: pp.
269-271. See also the Introduction by Percy J. Robinson to
François Du Creux, The History of Canada or New France (2 v.,
Toronto, 1951) 1: pp. xviiixix. |
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26 |
Hunt
reasoned that the wars of the Iroquois were caused by the "exhaustion"
of the beaver in Iroquoia by 1640 (p. 34). Though undoubtedly
identifying a tendency, Hunt overstated its effect. His cited
sources are susceptible to another interpretation than he gave
them; namely, that the decline in Iroquois trade occurred
because of increased French obstruction of Iroquois access to
the Western beaver that had been of critical importance to the
trade as early as 1633. French policy became more aggressive
after 1640, culminating in the 1642 founding of Montreal, the
significance of which escaped Hunt's attention. Yet Hunt dated
"the true beginning of the long and desolating wars of the
Iroquois" in 1642! (pp. 74-75). His exhaustionofthebeaver thesis
is contradicted by a source listed in his bibliography. See
Adriaen van der Donck, "A Description of New Netherlands" (2d
ed., 1656), NewYork Historical Society Collections, 2d series (3
v., New York, 1841-1857) 1: pp. 209210. Van der Donck, as
Sheriff of Rensselaerswyck, had handled thousands of skins and
dealt with the Mohawks informally, commercially, and in formal
diplomatic negotiations. As an expert on the fur trade, his
authority must be ranked second to none. He did not arrive in
New Netherland until 1642, two years after the supposed "exhaustion"
of the beaver, and he stated that "in the NewNetherlands, and in
the adjacent country, about eighty thousand beavers have been
killed annually, during my residence of nine years in the
country." Ibid., p. 221. See also pp. 126-127, 161, 170,
220-227. |
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27 |
Report of
Andries Hudde, 7 Nov., 1648, and Report of Johan Printz, 20
Feb., 1647, The Instruction for Johan Prints, ed., Amandus
Johnson (Philadelphia, 1930), pp. 255258, 132-133; "The
Representation of New Netherlands," NewYork Hist. Soc.
Collections, 2d series, 2: pp. 276-279. |
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28 |
Treaty dates:
1643: Ref. in minutes of treaty, 24 Sept., 1659, Minutes of the
Court of Fort Orange and Beverwyck (1652-1660), ed. and trans.,
A. J. F. Van Laer (2 v., Albany, 1920-1923) 2: p. 215; 1645: Van
der Donck, op. cit., p. 161. For an unsparing contemporary
account of Director Kieft's war against the Esopus Indians, see
"Broad Advice to the United Netherland Provinces" (1649),
NewYork Hist. Soc. Collections, 2d series, 3: pp. 237-283. |
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29 |
Before the
first MohawkDutch treaty in 1643, the Mohawks suffered from a
shortage of firearms. In April, 1641, five hundred "well armed"
Iroquois treating with the French possessed only thirtysix
arquebuses. Those without guns were armed "in savage fashion."
In December, 1644, however, a "Board of Accounts" in Holland
reported that arms and ammunition "for full 400 men" had been
sold to the Mohawks though firearms had been refused to other
Indians in New Netherland. It is impossible to escape the
inference that the pioneer 1643 treaty between the Dutch and the
Mohawks had involved a deal in arms. The Holland Board, in
making its report, decided to conciliate and satisfy the Indians
in New Netherlands, and its action was followed by another
treaty with the Mohawks in 1645. In that era there could be no "satisfaction"
of Indians without trade in arms. The subsequent success of
Mohawk warfare, which contrasts strongly with the Mohawks' bad
showing before the 1640's, testifies loudly about the contents
of the 1645 treaty. Paul Le Jeune, "Relation of 16401641,"
Jesuit Relations 21: pp. 33, 3637; Report of the Board of
Accounts on New Netherlands, 15 Dec., 1644; N. Y. Col. Docs. 1:
p. 150. |
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30 |
Minutes, 21
Sept., 23 Sept., and 2 Oct., 1650, Minutes of the Court of
Rensselaerswyck, 1648-1652, trans. and ed., A. J. F. Van Laer
(Albany, 1922), pp. 127-130. |
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31 |
At the treaty in Fort Amsterdam,
30 Aug., 1645, peace was made with the Indians of the lower
Hudson "in the presence of the Maquas [Mohawks] ambassadors, who
were solicited to assist in this negociation, as arbitrators."
N.Y. Hist. Soc. Collections, 2d series, 1 pp. 275-276. My
italics. It appears that the Mohawks had not fought as Dutch
allies, although other Indians had been commissioned "to beat
and destroy the hostile tribes." B. B. O'Callaglian, History of
New Netherland (2 v., N. Y., 1855) 1: pp. 354-355. |
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32 |
Minutes, 28 June, 1652, Md. Arch.
(Council) 3: pp. 276-278. |
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33 |
Amandus
Johnson, The Swedish Settlements on the Delaware, 1638-1664 (2
v., Philadelphia, 1911) 2: pp. 582-584. |
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34 |
Report of Gov. Johan Rising, 1655,
Myers, Narratives, pp. 157, 159. |
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35 |
Treaty minutes, 1518 Oct., 1658,
N. V. Col. Does. 13: p. 95. |
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36 |
Fort Orange
Council Minutes, 13 Aug., 1658, N. V. Col. Does. 13: pp. 8889. I
use the term "nation" as an expedient to avoid anthropological
controversy over the nature of a tribe. Certainly Indian "nations"
cannot be properly compared to European nations, but if the term
is understood to identify only a selfconsciously distinct
political entity, it is preferable to the circumlocutions
required in its absence. |
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37 |
Wm. Beeckman to Dir. Stuyvesant,
23 Dec., 1662, N. V. Col. Docs. 12: p. 419. |
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