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Als es geschah war Coursey ein wenig
spät dran mit dem Organisieren des Maryland’s Übereinkommens. Im März
1677, zwei Monate bevor Coursey anfing, hatten die Indianer ihre eigene
Verhandlung am Lenape Dorf von Shackamaxon abgehalten, und ihre
Konferenz hatte die wesentlichsten Streitfragen bereits geregelt, bevor
Coursey überhaupt startete.
Der Studierende indianischer Ereignisse
hat sich daran gewöhnt zu entdecken, dass ursächliche Darstellungen von
wirklich wichtigen Ereignissen einen Weg haben, zu verschwinden. Obwohl
gut unterrichtete Siedler von der Delaware Bucht für wenigstens vier
Tage an der Shackamaxon Konferenz teilnahmen, sind sie keine Minute
weggegangen. Es ist fast sicher, daß sie Informationen weiterschickten
zu Andros, aber die vielen Massen an New York’s kolonialen Dokumenten
und indianischen Aufnahmen beinhalten hiezu keinen Hinweis. Andros
selbst erwähnte die Konferenz nicht in seinen hinterlassenen Berichten
nach England. Vielleicht nichts weiter als Zeit und Unbedachtheit hat
dies zur Folge gehabt, aber es scheint so, dass es etwas anderes war. Wir
haben schon die Art der Intrigen gesehen, die sich in den Provinzen
häuften; wir sollten uns nun selbst erinnern, dass auch die Abmachungen
in England niemals ganz unbeachtet gelassen werden konnten von den
provinziellen Beamten. Andro’s katholischer Meister, der Herzog von
York, war in ernsten politischen Schwierigkeiten im protestantischen
England, und er konnte nicht zulassen, sogar seine katholischen Anhänger
in dem Öffnen einer Auseinandersetzung mit dem katholischen Lord
Baltimore zu entsenden. Gleichgültig wie anrüchig Baltimore werden
mochte, Andros musste ihn mit Diskretion und Finesse behandeln.
Wahrscheinlich zerstörte Andros stillschweigend den Beweis von seiner
Verwaltung. Wir können die Frustration und die Verdächtigungen verstehen
von Maryland’s Henry Coursey, als er später herauszufinden versuchte,
was am Shackamaxon geschehen war. „Ich … finde eine Notwendigkeit Jakob
Young mit mir zu nehmen“ schrieb er von New Castle, „ohne ihn kann ich
nichts machen, und was Wahrheit hätte sein müssen ist von ihm und
niemandem sonst.“ Wie auch immer, es gibt einige wenige zuverlässige
Informationsfetzen in den Gerichtsaufzeichnungen von New Castle und
Upland (Chester). Kombiniert man diese mit Jakob Joung’s Informationen
an Coursey, können wir das Hauptkonzept der Shackamaxon Konferenz sehen.
Es begann, wie es scheint, wie eine rein
indianische Angelegenheit. Anfang Februar, 1677, zogen die Susquehannock’s an New Castle vorüber, ohne zu stoppen, auf ihrem Weg „flußaufwärts“.
Mitte März kamen einige Iroquois („Sinneco“) nach Shackamaxon um die
Susquehannock’s „für sich zu gewinnen“. Die Lenape wetteiferten mit den
Iroquois um die Gefolgschaftszugehörigkeit der Susquehannock und die
Susquehannock’s selbst spalteten sich in Faktionen auf. Zwei von ihnen
hatten sich früher bereits zu den Iroquois als Zufluchtsstätte
abgesetzt, als die anderen zu den Lenape gekommen waren, und diese zwei
hatten die Iroquois nach Shackamaxon begleitet, dem Anschein nach um die
Iroquois zu vertreten. Die Lenape erbaten die Richter von Upland
einzuschreiten. Lenape „Imperator“ Renowickam schlug Kapitän Collier und
den Richtern vor, dass sie zur Shackamaxon Konferenz mit einem
Friedensangebot zusammenkommen, um sodann Andros die Angelegenheit
schlichten zu lassen. Die Richter waren einverstanden. Collier und eine
nicht bekannt gegebene Anzahl an Richtern nahmen an der Konferenz vom
14. – 18. März teil, aber nichts deutet darauf hin, daß Renowickam’s
Vorschlag von der Abordnung an Andros angenommen wurde. Die Iroquois
konnten vielleicht sagen, dass sie ohnehin schon Andros‘ Ansicht kannten.
Collier wusste sicherlich, daß Andros die Susquehannock's aus dem Gebiet
der Dalaware Bucht weg haben wollte.
Wie auch immer das sein mag, es ist klar, dass die Iroquois nicht mit feindseligen Absichten gegenüber
irgendjemandem kamen. Sie boten sogar an, mit Maryland Frieden zu
schließen, durch die Dienststelle von Kapitän Collier. Er hat sie
achselzuckend abgetan mit der Geschichte dessen, was mit dem
Vermittlungsangebot geschehen war, das er seinerzeit an Maryland gefasst
hatte. Die Antwort, die er erhalten hatte war, dass „Maryland nach seinem
eigenen Belieben Krieg oder Frieden machen würde“. In Anbetracht von
Maryland’s Standpunkt (und der Tatsache, dass Andros „erzürnt“ war von
dieser Haltung) würde es Collier nicht auf sich nehmen, zugunsten von
Maryland zu sprechen, noch das Friedensangebot anzunehmen.
Aber die Hauptfrage am Shackamaxon war
die Disposition der Susquehannock‘s und es ist klar, dass die
Susquehannock’s selbst ihre Entscheidung trafen. Einige von ihnen waren
einverstanden, mit den Iroquois fortzugehen. Andere, wie auch immer,
bestanden doch darauf mit den Lenape zu verbleiben. Anscheinend
existierte keine Gruppe von Susquehannock Häuptlingen mehr mit genügend
Autorität, um eine einheitliche Stammesordnung zu erhalten.
Dieser Tatumstand muss besonders erwähnt
werden. Wie es in den folgenden Seiten aufgezeigt wird, wurde 1683 ein
Mythos von einer Eroberung der Susquehannock’s durch die Iroquois
produziert, um einem politischen Zweck zu dienen. Es würde verfrüht
sein, den Vorgang des Mythoserzeugens an diesem Punkt zu untersuchen,
aber wir dürfen lohnend einen unmittelbar sachdienlichen Umstand
betrachten, der zur mythologischen Langlebigkeit beigetragen hat.
Verworrenheit war entstanden über die angenommene Gewaltherrschaft der
Iroquois wegen einem Zwischenfall, der dem Trupp zustieß, der vom
Shackamaxon nach Iroquoia zurückkehrte. Er machte Halt am Susquehanna
Fluss und las dreißig weitere von den „Häuptlings Kriegern“ auf. Nach
mehreren Tagen des Märzes entstand eine Behauptung darüber, wie die
Susquehannock’s zwischen den Iroquois Gemeinschaften aufgeteilt werden
sollten, und die Susquehannock’s waren so „missfallen“ von den
Einteilungen, daß manche von ihnen „wegkamen“. Viel hat man in Jacob
Young’s Informationen gelesen, dass die Übrigen vereinigt waren mit den
Iroquois, um als Gefangene für den Rest ihrer Strecke zu reisen, aber
die Bedeutung dieser Tatsache muss im Licht von Coursey’s hiezu gemachter
Erläuterung angesehen werden. „Es ist entschieden“, äußerte er, dass die
Iroquois ersuchten „ihnen keinen Schaden zuzufügen, für jeden der (Iroquois)
Bestrebungen trachten danach um sie selbst zusammenzuführen, und
Gouverneur Andros um sie zu den Mohawks zu bekommen, so wurde es mir
erzählt von Capt. Dalavall, dass wenn sie sie hätten, würden sie
unverzüglich Krieg machen mit den ifrerich.“ Folglich, der viele Quell,
der die Susquehannock’s „Unterwerfung“ zu zeigen pflegte, bringt die
Absichten der Iroquois weit entfernt von Tyrannei ins Licht. Wir haben
hier einen Widerhall von der „Unterwerfung“, in welcher die Lenape
früher angenommen hatten zu leben unter den Susquehannock’s. Aber was
die Iroquois wollten war Verstärkung, nicht Leibeigene oder Sklaven. Der
abgeschiedene Vorfall von der Blockierung von Susquehannock’s auf ihrer
Route nach Iroquoia war ein notdürftiger Behelf in einer misslichen
Situation. Später zeigen Aufzeichnungen ganz klar, dass die
Susquehannock’s am Iroguoia volle Freiheit an Bewegung hatten. Sie sahen
ihren Aufenthalt dort als Sicherheit vor Maryland an und setzten fort,
Krieg über Feinde nach ihrer eigenen Wahl zu machen, in der Verfolgung
ihrer eigenen Politiken, häufig ihre angenommenen Eroberer dazu bewogen,
sich ihnen anzuschließen.
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Ein großer Dank geht
an Heidemarie Bliemel für die Übersetzung |
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Informationen aus den Originaltexten von: |
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Coursey to
Notley, 22 May, 1677, Md. Arch. (PRO) 5: p. 247. |
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New Castle
Justices to Andros, 8 Feb., 1677, Records of the Court at New
Castle, 1676—1681, Liber A, p. 71 (MS. photostats) HSP; minutes,
13 March and 14 June, 1677, Records of the Court at Upland,
Logan Papers (MSS.) pp. 16, 20, HSP; Coursey to Notley, 22 May,
1677, Md. Arch. (PRO) 5: pp. 246—248. |
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Sources for
all the foregoing in n. 98. |
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