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      Ruhm, Tod und Verklärung:
Die Susquehannock Indianer im 17. Jahrhundert

von Francis Jennings,
Geschichtsprofessor, Moore Kunstakademie
   
   
       
     

Das Abkommen von Shackamaxon

   
   

 

   

 

Chief Piercing Eyes
Nachbar-Völker
Die Unterwerfung der Lenape
Landkarte 1
Landkarte 2
Landkarte 3
Die Englische Eroberung
Landkarte 4
   
   
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Als es geschah war Coursey ein wenig spät dran mit dem Organisieren des Maryland’s Übereinkommens. Im März 1677, zwei Monate bevor Coursey anfing, hatten die Indianer ihre eigene Verhandlung am Lenape Dorf von Shackamaxon abgehalten, und ihre Konferenz hatte die wesentlichsten Streitfragen bereits geregelt, bevor Coursey überhaupt startete.

Der Studierende indianischer Ereignisse hat sich daran gewöhnt zu entdecken, dass ursächliche Darstellungen von wirklich wichtigen Ereignissen einen Weg haben, zu verschwinden. Obwohl gut unterrichtete Siedler von der Delaware Bucht für wenigstens vier Tage an der Shackamaxon Konferenz teilnahmen, sind sie keine Minute weggegangen. Es ist fast sicher, daß sie Informationen weiterschickten zu Andros, aber die vielen Massen an New York’s kolonialen Dokumenten und indianischen Aufnahmen beinhalten hiezu keinen Hinweis. Andros selbst erwähnte die Konferenz nicht in seinen hinterlassenen Berichten nach England. Vielleicht nichts weiter als Zeit und Unbedachtheit hat dies zur Folge gehabt, aber es scheint so, dass es etwas anderes war. Wir haben schon die Art der Intrigen gesehen, die sich in den Provinzen häuften; wir sollten uns nun selbst erinnern, dass auch die Abmachungen in England niemals ganz unbeachtet gelassen werden konnten von den provinziellen Beamten. Andro’s katholischer Meister, der Herzog von York, war in ernsten politischen Schwierigkeiten im protestantischen England, und er konnte nicht zulassen, sogar seine katholischen Anhänger in dem Öffnen einer Auseinandersetzung mit dem katholischen Lord Baltimore zu entsenden. Gleichgültig wie anrüchig Baltimore werden mochte, Andros musste ihn mit Diskretion und Finesse behandeln. Wahrscheinlich zerstörte Andros stillschweigend den Beweis von seiner Verwaltung. Wir können die Frustration und die Verdächtigungen verstehen von Maryland’s Henry Coursey, als er später herauszufinden versuchte, was am Shackamaxon geschehen war. „Ich … finde eine Notwendigkeit Jakob Young mit mir zu nehmen“ schrieb er von New Castle, „ohne ihn kann ich nichts machen, und was Wahrheit hätte sein müssen ist von ihm und niemandem sonst.“ Wie auch immer, es gibt einige wenige zuverlässige Informationsfetzen in den Gerichtsaufzeichnungen von New Castle und Upland (Chester). Kombiniert man diese mit Jakob Joung’s Informationen an Coursey, können wir das Hauptkonzept der Shackamaxon Konferenz sehen.

Es begann, wie es scheint, wie eine rein indianische Angelegenheit. Anfang Februar, 1677, zogen die Susquehannock’s an New Castle vorüber, ohne zu stoppen, auf ihrem Weg „flußaufwärts“. Mitte März kamen einige Iroquois („Sinneco“) nach Shackamaxon um die Susquehannock’s „für sich zu gewinnen“. Die Lenape wetteiferten mit den Iroquois um die Gefolgschaftszugehörigkeit der Susquehannock und die Susquehannock’s selbst spalteten sich in Faktionen auf. Zwei von ihnen hatten sich früher bereits zu den Iroquois als Zufluchtsstätte abgesetzt, als die anderen zu den Lenape gekommen waren, und diese zwei hatten die Iroquois nach Shackamaxon begleitet, dem Anschein nach um die Iroquois zu vertreten. Die Lenape erbaten die Richter von Upland einzuschreiten. Lenape „Imperator“ Renowickam schlug Kapitän Collier und den Richtern vor, dass sie zur Shackamaxon Konferenz mit einem Friedensangebot zusammenkommen, um sodann Andros die Angelegenheit schlichten zu lassen. Die Richter waren einverstanden. Collier und eine nicht bekannt gegebene Anzahl an Richtern nahmen an der Konferenz vom 14. – 18. März teil, aber nichts deutet darauf hin, daß Renowickam’s Vorschlag von der Abordnung an Andros angenommen wurde. Die Iroquois konnten vielleicht sagen, dass sie ohnehin schon Andros‘ Ansicht kannten. Collier wusste sicherlich, daß Andros die Susquehannock's aus dem Gebiet der Dalaware Bucht weg haben wollte.

Wie auch immer das sein mag, es ist klar, dass die Iroquois nicht mit feindseligen Absichten gegenüber irgendjemandem kamen. Sie boten sogar an, mit Maryland Frieden zu schließen, durch die Dienststelle von Kapitän Collier. Er hat sie achselzuckend abgetan mit der Geschichte dessen, was mit dem Vermittlungsangebot geschehen war, das er seinerzeit an Maryland gefasst hatte. Die Antwort, die er erhalten hatte war, dass „Maryland nach seinem eigenen Belieben Krieg oder Frieden machen würde“. In Anbetracht von Maryland’s Standpunkt (und der Tatsache, dass Andros „erzürnt“ war von dieser Haltung) würde es Collier nicht auf sich nehmen, zugunsten von Maryland zu sprechen, noch das Friedensangebot anzunehmen.

Aber die Hauptfrage am Shackamaxon war die Disposition der Susquehannock‘s und es ist klar, dass die Susquehannock’s selbst ihre Entscheidung trafen. Einige von ihnen waren einverstanden, mit den Iroquois fortzugehen. Andere, wie auch immer, bestanden doch darauf mit den Lenape zu verbleiben. Anscheinend existierte keine Gruppe von Susquehannock Häuptlingen mehr mit genügend Autorität, um eine einheitliche Stammesordnung zu erhalten.

Dieser Tatumstand muss besonders erwähnt werden. Wie es in den folgenden Seiten aufgezeigt wird, wurde 1683 ein Mythos von einer Eroberung der Susquehannock’s durch die Iroquois produziert, um einem politischen Zweck zu dienen. Es würde verfrüht sein, den Vorgang des Mythoserzeugens an diesem Punkt zu untersuchen, aber wir dürfen lohnend einen unmittelbar sachdienlichen Umstand betrachten, der zur mythologischen Langlebigkeit beigetragen hat. Verworrenheit war entstanden über die angenommene Gewaltherrschaft der Iroquois wegen einem Zwischenfall, der dem Trupp zustieß, der vom Shackamaxon nach Iroquoia zurückkehrte. Er machte Halt am Susquehanna Fluss und las dreißig weitere von den „Häuptlings Kriegern“ auf. Nach mehreren Tagen des Märzes entstand eine Behauptung darüber, wie die Susquehannock’s zwischen den Iroquois Gemeinschaften aufgeteilt werden sollten, und die Susquehannock’s waren so „missfallen“ von den Einteilungen, daß manche von ihnen „wegkamen“. Viel hat man in Jacob Young’s Informationen gelesen, dass die Übrigen vereinigt waren mit den Iroquois, um als Gefangene für den Rest ihrer Strecke zu reisen, aber die Bedeutung dieser Tatsache muss im Licht von Coursey’s hiezu gemachter Erläuterung angesehen werden. „Es ist entschieden“, äußerte er, dass die Iroquois ersuchten „ihnen keinen Schaden zuzufügen, für jeden der (Iroquois) Bestrebungen trachten danach um sie selbst zusammenzuführen, und Gouverneur Andros um sie zu den Mohawks zu bekommen, so wurde es mir erzählt von Capt. Dalavall, dass wenn sie sie hätten, würden sie unverzüglich Krieg machen mit den ifrerich.“ Folglich, der viele Quell, der die Susquehannock’s „Unterwerfung“ zu zeigen pflegte, bringt die Absichten der Iroquois weit entfernt von Tyrannei ins Licht. Wir haben hier einen Widerhall von der „Unterwerfung“, in welcher die Lenape früher angenommen hatten zu leben unter den Susquehannock’s. Aber was die Iroquois wollten war Verstärkung, nicht Leibeigene oder Sklaven. Der abgeschiedene Vorfall von der Blockierung von Susquehannock’s auf ihrer Route nach Iroquoia war ein notdürftiger Behelf in einer misslichen Situation. Später zeigen Aufzeichnungen ganz klar, dass die Susquehannock’s am Iroguoia volle Freiheit an Bewegung hatten. Sie sahen ihren Aufenthalt dort als Sicherheit vor Maryland an und setzten fort, Krieg über Feinde nach ihrer eigenen Wahl zu machen, in der Verfolgung ihrer eigenen Politiken, häufig ihre angenommenen Eroberer dazu bewogen, sich ihnen anzuschließen.

Ein großer Dank geht an Heidemarie Bliemel für die Übersetzung

       

Der Vertrag von Albany

   
  Informationen aus den Originaltexten von:
 

 

 

Coursey to Notley, 22 May, 1677, Md. Arch. (PRO) 5: p. 247.

   
 

New Castle Justices to Andros, 8 Feb., 1677, Records of the Court at New Castle, 1676—1681, Liber A, p. 71 (MS. photostats) HSP; minutes, 13 March and 14 June, 1677, Records of the Court at Upland, Logan Papers (MSS.) pp. 16, 20, HSP; Coursey to Notley, 22 May, 1677, Md. Arch. (PRO) 5: pp. 246—248.

   
  Sources for all the foregoing in n. 98.

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